(via murda)
(via murda)
In manchen Regionen der hiesigen Linken ist die Welt noch in Ordnung. Da hört man völlig ungestört Punk-Musik, und zwar solche aus Deutschland, nicht aus dem Baskenland. Da sitzen die Jungs am Computer und machen „wichtigere Dinge“, während die Mädels sich in der Küche um die lecker-vegane VoKü kümmern. Da spielt man „Alle reden vom Wetter“, eine „linke“ Variante von Trivial Pursuit aus Österreich und ist der festen Überzeugung, dass man dies alles überhaupt nicht wissen müsste (und es auch effektiv nicht tat). Da hat der Infoladen (Stuttgarts zweiter) extra länger geöffnet, und verkauft etwas wahllos anmutend das Verlagsprogramm von ca ira direkt neben jenem von PapyRossa und Raubdrucken von Lenins Kinderkrankheit. An Zeitschriften wird nichts erbauliches geboten, der übliche Schmodder vom Antifa Infoblatt über die Arranca hin zu was man schon immer nie lesen wollte.
Dafür waren sie nett. Da kann man nichts sagen, auch wenn die Genossin Condi und ich die gesammelte Unwissenheit mit einem haushohen Sieg beim oben genannten Spiel quittierten. (So richtig schwer war’s dann nämlich auch nicht.) Und das Bier ist billig, bei angemessener Auswahl (Astra, Hofbräu, Flensi), nur einen Euro. Hier merkt man gleich, wer Miete zahlen muss und wer nicht. Ebenfalls war’s warm und man durfte Rauchen. Sehr jung waren alle und dementsprechend wahlweise Streberinnen oder Antifamacker mit Tätowierungen, Lonsdale, New Balance und was man da sonst noch braucht.
So schön war das nämlich gestern beim Ausflug zum „Kommunistischen Brettspieleabend in den Falkenräumen“. Lustiger ist es aber in der Regel im subversiv schon…
(via The UberReview)
NES coffee table. WANT!
(via TheUberReview)